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Interview mit Monika Knill Ehrenpräsidentin EASF 2022

  • von

Marcel Massolin (Pressechef EASF)

Vor fast zwei Jahren wurde das OK für das EASF 2022 gebildet. Sie haben sich für den Anlass als Ehrenpräsidentin zur Verfügung gestellt.

Worin lag Ihre persönliche Motivation zur Zusage für diesen Anlass?

Unsere Vereine liegen mir persönlich am Herzen. Ich bin selber ein aktiver Vereinsmensch und weiss, welch hohe Bedeutung das organisierte Vereinswesen für unsere ganze Gesellschaft hat. Mit dem EASF 2022 besteht die Möglichkeit, den sportbegeisterten Armbrustschützinnen und Armbrustschützen aller Alterskategorien einen besonderen Wettkampf unter grossartiger Festatmosphäre zu bieten. Solche gemeinsamen Erlebnisse sind wichtig und spornen an. Es brauchte daher keine Überredungskünste, dass ich mich spontan für das Ehrenpräsidium zur Verfügung stellte.

Wir haben Sie als eine volksnahe Politikerin kennengelernt. Wie sind Ihre persönlichen Eindrücke von den Thurgauer Armbrustschützen?

Wer einen solchen Grossanlass stemmt, muss die Hände aus dem Hosensack nehmen und anpacken wollen. Genauso erlebe ich das OK und die Thurgauer Mitglieder der Armbrustschützenvereine. Einfach super!

Mittlerweile hat sich das OK über 12-mal getroffen. Wie haben Sie die Arbeit des OK und seine Sitzungen erlebt?

Das OK arbeitet sehr strukturiert und hat die Chargen mit erfahrenen und engagierten Mitgliedern besetzt. Ich bin als Ehrenpräsidentin nur sporadisch an OK-Sitzungen dabei. Meine Mitarbeit und Unterstützung spielt sich weniger in der operativen Detailarbeit ab. Ich bin in regelmässigem Austausch mit den beiden Co-Präsidenten.

Als engagierte Politikerin im Thurgau haben Sie ein breites Beziehungs- und grosses Netzwerk. Wie und in welcher Form konnten oder können Sie als Ehrenpräsidentin des EASF die Arbeiten des OK EASF beratend unterstützen?

Mein Beziehungsnetz und meine Kenntnisse nutze ich, um beispielsweise Sponsoren zu gewinnen oder verschiedene Personen mit Anliegen zu spezifischen Fragenstellungen zu verbinden. Es macht Freude, auf diese Weise meinen konkreten Beitrag zu einem gelingenden Grossanlass zu leisten.

Worin sehen Sie als Regierungsrätin des Kanton Thurgau die positiven Punkte für den Kanton, aber auch für die Thurgauer Bevölkerung im Zusammenhang mit dem EASF 2022?

Der Thurgau ist immer wieder eine «Festhütte». Das finde ich grossartig. Gerade die letzten zwei Jahre mit den Pandemieeinschränkungen haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir wieder analoge Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse schaffen. Auch das EASF 2022 leistet hierzu einen wichtigen Beitrag zur Wiederaktivierung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Was haben sie für persönliche Erwartungen am Eidg. Armbrustschützenfest?

Als OK-Mitglied ist für mich das oberste Ziel, dass wir ein erfolgreiches, reibungsloses, unfallfreies und schönes EASF 2022 im Thurgau, in meiner Wohngemeinde Kemmental, durchführen dürfen.
Selbstverständlich erhoffe ich mir auch sportliche Spitzenresultate unserer Thurgauer Armbrustschützinnen und Armbrustschützen. Am 17. Juli möchte ich stolz mit dem OK und den vielen Helfenden anstossen und sagen können: Wow, schön war’s!

Worin sehen Sie parallelen zur Politik und der Organisation eines nationalen Grossanlasses wie das EASF?

Ich sehe wenig Parallelen zur Politik. Gerade im sportlichen oder kulturellen Vereins- und Verbandwesen spielt die Politik zum Glück keine Rolle. Die Vereine und damit auch die Organisation eines sportlichen Grossanlass verfügen über eine grosse Integrationskraft. Menschen aller Altersgruppen und aus unterschiedlicher beruflicher und sozialer Herkunft haben gemeinsame Interessen. Solche Aktivitäten verbinden uns und lassen für einmal politisch unterschiedliche Meinungen meistens aussen vor.

Die Vereine Schweizweit vieler Vereinssportarten haben Mühe, mit der Nachwuchs-Rekrutierung. Haben Sie eine Paradeidee, wie man die heutige Jugend für einen Vereinsbeitritt, z.B. Armbrustschiessen motivieren und überzeugen kann?

Das «Rezeptbuch» für die Gewinnung von jungen Vereinsmitgliedern ist leider noch nicht geschrieben und wäre vermutlich ein Bestseller. Viele Vereine sind diesbezüglich gefordert. Der Kanton Thurgau (Sportamt und Kulturamt) organisieren regelmässige Kurse und Workshops für die Vereine und ihre potentiellen Funktionäre.

Hatten Sie persönlich schon einmal eine Armbrust in der Hand?

Ja, aber das liegt viele Jahre zurück.

Denken Sie, dass Sie sich anlässlich des Eidgenössischen aktiv mit der Armbrust (ich meine aktiv schiessen) auseinandersetzen werden?

Ich hoffe, anlässlich dem EASF 2022 zum Plausch auch einmal meine Treffsicherheit testen zu können.

Wie bringen Sie als Regierungsrätin, Ehrenpräsidentin am EASV und Familie alles unter einen Hut? Haben Sie dennoch genügend Zeit für sich selbst?

Ja, mein Hut ist über die Jahre zum Glück gross gewordenJ. Und das Engagement für das EASF ist befristet und damit gut zu bewältigen.

Frau Knill, Besten Dank für das Interview. Die Thurgauer Armbrustschützen, sowie alle Armbrustschützen in der Schweiz freuen sich mit Ihnen ein erfolgreiches Eidgenössisches Fest in Neuwilen erleben zu dürfen.

Monika Knill (Ehrenpräsidentin EASF 2022)